Meine Patenschaften bei Plan

10. November 2009 | keine Kommentare


Jetzt habe ich auf einen Schlag zwei kleine Mädchen…

Geht es Euch manchmal auch so? Ihr lest ein Buch, seid in Gedanken aber ganz woanders.

Fast jeden Tag hört, sieht oder liest man über Greuel-Taten an Kindern. An Unschuldigen, die sich nicht aussuchen konnten, in welche Welt sie hineingeboren wurden. Und auch wenn sie noch nicht wahrnehmen können, warum für sie nicht mal ein Reiskorn übrig ist, wenn sie es nicht begreifen sondern nur fühlen können, wie grausam erwachsene Menschen sein können:

Man sieht den stummen Hilfeschrei in Ihren Augen.

Darum bin ich glücklich, wenigstens ein kleinen Teil dazu beitragen zu können, den „Plan international Deutschland“ (siehe Homepage) zu unterstützen.

Nachdem ich bereits die Patenschaft für die kleine Francisca (7) aus dem Projektgebiet Brasilien übernommen hatte, wurde mir jetzt noch eine kleine Brasilianerin als Patenkind vorgeschlagen: Sie heißt Andressa, ist 13 Jahre jung und spielt seit ihrem 7. Lebensjahr Fußball. Auch sie habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Wie mir die Verantwortlichen von „Plan“ mitteilten, sei sie ganz besonders stolz gewesen, dass ausgerechnet ein deutscher Fußballer ihre Patenschaft übernommen hat. Andressa hat mir prompt einen Brief geschrieben, den ich demnächst erhalten werde.

Also habe ich auf einen Schlag gleich zwei kleine Mädchen, denen ich helfen kann.

Worauf ich mich besonders freue: Francisca und Andressa kann ich problemlos besuchen – und das werde ich irgendwann ganz bestimmt auch tun.

Hunderttausende von Kindern (besonders Mädchen) sterben täglich an Hunger, Krankheiten oder werden missbraucht. Das sind Hunderttausende zu viel.

Und wenn es nur ein Bruchteil ist, deren Leben man zumindest etwas erträglicher gestalten kann – dann hat es sich schon gelohnt, eine Patenschaft zu übernehmen.

Hannover 96 – VfB Stuttgart

26. Oktober 2009 | 3 Kommentare


Seit dem 1:0 gegen Stuttgart weiß ich: Erfolge machen schmerzfrei!

Erst sah meine gebogene Fingerkuppe aus wie ein Kleiderbügel, dann die irren Schmerzen nach einem Tritt auf meinen Fuss und als ob das Alles nicht schon genug gewesen wäre, kam der Nasenbeinbruch nach einem Ellenbogen-Check (unbeabsichtigt) von Stuttgarts Marica. Ehrlich: ich dachte, so muss ein Kampf gegen den früheren Ohrenbeißer Mike Tyson gewesen sein……..

Aber was ist das Alles gegen diesen verdammt wichtigen Sieg. Ein Blick auf die Tabelle reicht für zwei mal Schüttelfrost. Von Rang 11 (da stehen wir jetzt) bis zum Abstiegsplatz sind es gerademal vier Punkte. Unsere Truppe hat wieder mal Moral bewiesen und ob der Treffer von Ya Konan Abseits war oder nicht – in einer Saison gleicht sich alles wieder aus.

Abends haben wir uns zu Recht eine kleine Feier gegönnt. Nase und den linken Finger gebrochen – Hauptsache das Gläschen Bier habe ich als Rechtshänder prima hochgekriegt. Wie gesagt: Was gegen Schmerzen so alles hilft.

Hannover 96 – SC Freiburg

05. Oktober 2009 | 5 Kommentare

Vor dem Spiel gegen Freiburg war uns allen klar: heute wieder kein Sieg dann gehen wir am besten die Woche darauf gar nicht in die Stadt. Höchstens verkleidet: mit Schnurrbart und Perücke. Dann die Erlösung. Nach 10 Minuten die schnelle 2:0 Führung. Logisch, damit war das Spiel noch nicht entschieden aber mit dem Jubel der Fans im Rücken schwebten wir wie auf einem fliegenden Teppich zum 5:2 Sieg. Endlich! Der erste Heimerfolg.

Ein Wort noch zu Jiri Stajner: Er hatte nicht gerade einen Tag, der ihn zum Kandidaten für die Fussballauswahl Europas macht. Aber das ist eben Stajni. Der Tänzer zwischen Genie und Wahnsinn. Stajni ist ein Vollprofi. Der ackert 90 Minuten und ist hinterher in der Kabine reif für die Intensivstation. Wir streicheln ihn dann über seine Glatze und er freut sich wie ein kleines Kind unterm Christbaum. Spieler wie er sind (auch wenn er uns und die Fans manchmal zur Verzweiflung bringt) wertvoll wie 18-Karäter.

Eine Anmerkung noch: Kein Fußballer spielt mit Absicht einen Fehlpass oder schießt vorsätzlich aus 8 Metern statt aufs Tor die Rathauskuppel ab und darum sind für uns die Pfiffe der Fans schon schmerzhaft. Ein Profi, der das Gegenteil behauptet, lügt sich in die eigene Tasche!

 Und noch etwas: Ich bin selbstkritisch genug!

Die Messlatte bei mir ist so hoch, da reichen schon zwei weniger gute Spiele um von einer Formkrise zu sprechen. Natürlich ist der Anspruch an meine Leistungen ein anderer als in den letzten beiden Spielen. Hannover 96 und ich haben große Ziele. Auf dem Weg dahin gibt es zwangläufig immer mal Gegenwind, aber mein Motto lautet: wer umfällt und nicht wieder aufsteht hat von Anfang an verloren!!

Länderspiel in der AWD Arena: Deutschland – Aserbaidschan

10. September 2009 | keine Kommentare

Es ist schon ein Unterschied, ob du da unten mit kurzen Hosen deinen Job so gut wie möglich machst, oder oben auf der Tribüne sitzt. Und jetzt kann ich auch manchmal die Reaktionen der Fans nachvollziehen. Leider geht es nicht, aber manchmal wünschte ich es mir auch umgekehrt – 11 Zuschauer auf dem Platz und 11 Profis auf der Tribüne.

Über das 4:0 habe ich mich mit meiner Freundin Sahra und meinen Mannschaftskollegen ebenso gefreut, wie über das Wiedersehen alter Wegbegleiter: In der Halbzeit ein Pläuschchen mit unserem Ex-Trainer Dieter Hecking – natürlich auch das Treffen aus meiner Bremer zeit mit Manager Klaus Allofs und bekannten Gesichtern aus meiner Zeit als Nationalspieler.